Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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und das Brod der Verbannung aßen. Die modernen Anſchauungen in dieſem Punkte widerſtrebten nicht bloß

ſeinem Gefühle, ſondern ſeiner tief gründenden Ueber⸗

zeugung. Aber mächtiger als dieſe Ueberzeugung, gewaltſamer als alle Vernunftgründe ſeines ſcharfen Verſtandes bewegte ihn eine Leidenſchaft, für die ihm kein Opfer zu gering war. Er wollte herrſchen! Er wollte der Erſte ſein in einem Staate, gleichgiltig, ob deſſen Ländereien nach Quadratmeilen oder nach be⸗ ſcheidenen Jaucherten gemeſſen würden. Nicht Reich⸗ thum, nicht jenes kleinliche bureaukratiſche Anſehen, das ſich mit einer beſchränkten Sphäre begnügt, nicht Titel und Orden, wirkliche, reale Macht, Einfluß ohne Abhängigkeit, die Hand allein am Ruder des Staats⸗ ſchiffes, das war die Gletſcherhöhe, nach der er klomm. Darum verzichtete er vor der Hand auf jede äußere Auszeichnung und Würde. Er gewann hiefür den Schein ſtolzer Uneigennützigkeit und ſelbſt die Unab⸗ hängigen im Lande bewunderten ihn. Daß er bisher die Annahme eines Portefeuilles ungeachtet der Wünſche des Fürſten verweigerte, gab all' ſeinen Machthand⸗ lungen die gewinnende Folie männlicher Ueberzeugung. Niemand ahnte, daß er ein Miniſterdecret nur darum nicht annahm, weil er damit die Handhabe zur Leitung ſämmtlicher Miniſterien zu verlieren fürchtete.