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klärten ſich ihre Züge im Widerſchein mütterlichen Stolzes über die Schönheit des Kindes.
Ein derbes Klopfen unterbrach die Stille. Die Thür öffnete ſich und die breite, unterſetzte Geſtalt eines Mannes erſchien an der Schwelle. Ein Lichtſtreifen fiel auf das breite, röthliche Geſicht, daß es ſtrahlend abging vom Dunkel der Flur. Der ſpäte Gaſt zwängte ſich nicht mühelos zwiſchen den engen Thürpfoſten durch, wiſchte ſich den Schweiß von der Stirn und wünſchte beiderſeits guten Abend.
Als der Knabe ſeiner anſichtig wurde, ſchüttelte er unwillig die Locken und wandte den Kopf, während die Mutter den Gruß mit mehr Verlegenheit als Zu⸗ trauen erwiderte.
„Ihr treibt's verdammt hoch, Schwägerin!“ bemerkte der Ankömmling lachend, indeß er, jeder Einladung vorgreifend, ſich's im nächſten Stuhle bequem machte. „Hier oben könnt Ihr bei heiterem Wetter die Engel ſingen hören.“
Die Amtmännin fühlte ſich verletzt. Sie nahm die Worte des Schwagers trotz des gutmüthigen Klanges ſeiner Stimme für eine Anſpielung auf ihre ärmlichen Verhältniſſe. Als ihr Gatte noch lebte, war die Gegen⸗ ſeitigkeit zwiſchen ihm und dem Manne ihrer verſtor⸗ benen Schweſter eine ſehr kühle. Beamtenhochmuth und


