weitere Kunde von dem Aufenthalte mei⸗ ner jetzt ſiebenzehnjährigen Tochter, ſenkte bald mein voriges kummervolles Leiden mit erneuter Macht in meinen Buſen und meine trüben Stunden kehrten wieder, bis endlich mein Kaſtellan den Rath mir gab: ich ſolle durch Feſte und Banquette einen Ritter ſo für mich zu gewinnen ſuchen, daß er ſeines eignen Lebens Glück nur nach dem Auffinden meiner Tochter und Erwins,
meines Gatten, weiter verfolgen könne.
„Ich wählte dazu das euch, edler Graf,
bekannte Mittel mit dem Humpen; doch ſchon eilf Feſte und Banguette wurden auf das prunkvollſte in dieſen Mauern hier ge⸗ feiert, ohne daß einer der ſich einfinden⸗ den ritterlichen Guſte durch das Leeren des Humpens ſich mir verpflichten wollte, bis endlich heute mit dem zwölften Feſte mer Gott in euch, edler Graf, den muthvoll⸗
hochherzigen Freund ſandte, der Arnulf.(Einfallend).„D ſigte, edle Tochter kennt, ihr ſeinen Lippen ſchon berühret hat


