Teil eines Werkes 
1. Theil (1825)
Entstehung
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— 19²2—

Kind, welches mit dem meinigen zugleich an ihrer Bruſt genähret wurde, mitzuge⸗ ben.“

„Ihm ſchenkte ich meine ganze Liebe

und ihr ſahet es, edler Graf, vorhin in dem ſchlanken Mädchen, welches euch in dieſe Gemächer geleitete.“ „Bald ſah ich aber nach meiner Ruͤck⸗ kunft ein, um wie viel heftiger durch dieſe erhaltene Kunde von meinem Kinde, die Sehnſucht nach ihm in meinem Herzen ſich geſteigert habe. Ich bot daher noch einmal alles auf, Udon zu bewegen, von neuem auf Kundſchaft auszuziehen, doch ihn hatte das von mir erhaltene Geld für mein leidendes Mutterherz gehärtet. Er verließ meine Burg, zog zum kaiſerlichen Hoflager, wußte ſich den Ritterſchlag zu verſchaffen und erkaufte ſich als Ritter Udo von Klingenſtein, ohnweit von hier, eine Veſte. Jedoch ſoll er jetzt ſchon alles zu⸗ geſetzt haben und als fahrender Ritter um⸗ herziehen.

Mein pergebliches Hoffen, ſowohl auf Liebmuths Rückkehr, als auch auf eine