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Geſellſchaft vorlas, und als ein Freund frem⸗ der, gelehrt klingender Worte, oft mitten im Vorleſen Ueberſetzungen ſich erlaubte, las denn auch diesmal ſtatt Glaͤubiger— Credito⸗
ren— und meinte: da wuͤrden wohl die
Debitoren zu Hauſe fuͤr ſich allein lieber gebetet haben— denn Debi⸗ toren und Creditoren taugten nie zu⸗ ſammen.—.
Das Sterbeplaͤtzchen.
In der Dresdner Schreckenszeit 1813, als Kanonendonner und Einquartierung, Hunger und Sterben die ungluͤckliche Stadt aͤngſtigten und einem auf jedem Tritte und Schritte fran⸗ zoͤſiſche Soldaten begegneten, welche an der Thuͤre zum Schattenreiche lange ſchon angepocht zu haben ſchienen— in jener boͤſen Zeit ſchlich unter andern auch ſo ein ungluͤcklicher Flinten⸗ traͤger— denn Soldaten konnte man die Halb⸗ verhungerten nicht nennen— aus den Schan⸗ zen am Ziegelſchlage daher nach dem Pirnaer Thore.— Die Augen ſtarr und erloſchen— die Backen eingefallen wie Graͤber— der Mund offen— die Zaͤhne fletſchend— und dabei Toͤ⸗ ne heulend, die durch Mark und Bein gingen — ſo warf ſich erſchoͤpft— unvermoͤgend, noch einen Schritt zu thun, die Jammergeſtalt mit⸗ ten im Fahrwege des außerſt frequenten Thors nieder und ſtoͤhnte Worte, aus denen nur das oft wiederkehrende mourir zu verſtehen war.
Neugierige in Menge umgaben den Ster⸗


