ſollteſt, du ließeſt ſie durch deinen Thuͤrſteher an den Kirchthuͤren gleich abweiſen!—
Irdiſches Verdienſt. Ein reicher Toͤpfer hatte ein Rittergut ge⸗ kauft, eine ziemliche Reihe von Jahren beſeſſen, dem Pfarrer und Schulmeiſter viel Liebes und Gutes erwieſen, und endlich beiden ſogar, bei Verwechſelung des Zeitlichen mit dem Ewigen, ein recht erkleckliches Legat ausgeſetzt. Was war alſo billiger, als daß Beide dem Heimgegange⸗ nen durch ein Trauergedicht im Tode noch Ach⸗ tung und Dank zu beweiſen ſtrebten. Der Pa⸗ ſtor war erboͤtig, die Verſe zu machen, der Schulmeiſter, ſie ſchoͤnſtens auf's Reine zu ſchreiben. 1 Erſterer dichtete;
So biſt Du Theurer! dens nun hingegangen,
Des irdiſchen Verdienſtes Krone zu empfangen u. ſ. w. Der Schulmeiſter ſchrieb:
So biſt Du Theurer! denn nun hingegangen,
Des irdenen Verdienſtes Krone zu empfangen—
Drob wollte der Paſtor aus der Haut fah⸗ ren— der Schulmeiſter aber ermahnte ihn, drinn zu bleiben, weil irdenen weit poetiſcher klinge, als irdiſchen. Der Paſtor blieb auch wirklich in der Haut und der Schulmeiſter— beim irdenen Verdienſte.
Goͤtzendienſt. Ein junger Herr, der gegen ſein Herzgeſpiel
immer nur vom Veragoͤttern, vom Anbeten u.


