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berliche Beſchwerden nahmen ihm allmaͤhlig auch ſeine gute Laune und er aͤußerte oft: Wenn ihn ſein gnaͤdigſter Koͤnig hinter dem Pfluge gelaſ⸗ ſen haͤtte, ſtatt ihn an den Hof zu zie⸗ hen— wie er ſich immer ſcherzhaft ausdruͤckte — ſo waͤre gewiß aus dem langen auch ein alter Gottlieb geworden, der nun mit all' ſeiner Laͤnge ſo fruͤh ſchon in das kurze Gras beißen muͤſſe.
Seine letzten Stunden verlebte er auf ei⸗ nem Dorfe bei Moritzburg, wo ihn der Koͤnig zur Kur hatte einmiethen laſſen, und wo er auch im 43ſten Jahre ſtarb. Seinem Wunſche gemaͤß— denn er wollte durchaus in der Naͤ⸗ he ſeines koͤnigl. Herrn ſchlafen und ſtandesmaͤßig begraben ſeyn— ward er als Leiche nach Dresden geſchafft. Sein Leichenbe⸗ gaͤngniß, welches durch die ganze Hofdienerſchaft verherrlicht ward, brachte halb Dresden in Al⸗ larm, denn alle Welt wollte den langen Gott⸗ lieb begraben ſehn. Bei verdoppelter Traͤger⸗ zahl waͤre aber doch der Sarg unterm Pirnai⸗ ſchen Thore, wo der Weg etwas ſchnell bergab geht, beinahe hingeworfen worden. Der lange Gottlieb war lange das Stadtgeſpraͤch. Sei⸗ ne Mutter uͤberlebte ihn noch zwei Jahre.


