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ſie immer warnend mit der Muͤtze, ihrem Mun⸗ de Zaum und Gebiß anzulegen.
Der Koͤnig, ungemein ergoͤtzt von der Scene, dankte Rauſendorfen fuͤr den verſchafften Lach⸗ ſtoff; die Alte aber nebſt ihrem Sohne ließ er, unter dem Verſprechen, daß ihrem Gottlieb kein Leid widerfahren ſolle, abfuͤhren und in der Hof⸗ kuͤche abfuͤttern.
Noch denſelben Tag wollten die geaͤngſteten Zwei, dem Landfrieden nicht trauend, die Heim⸗ reiſe antreten. Der Koͤnig aber, dem die au⸗ ßerordentliche Laͤnge des jungen Mannes geſallen hatte, ließ ihm ernſtlich Heiduckendienſte, ſeiner Mutter aber, wenn ſie ihre kleine Wirthſchaſt in Lungwitz verkaufen wollte, eine Penſion an⸗ bieten, welches denn auch von beiden, nachdem man ſich gehoͤrig ſicher geſetzt hatte, genehmigt ward. In der Charwoche 1716 zogen ſie nach Dresden, wo es ihnen denn bald recht wohl geſiel.
Der lange Gottlieb beſonders fuͤhlte ſich bei Hofe weit gluͤcklicher, als daheim hinter dem Pfluge, denn, abgerechnet, daß es wohl noch haͤr⸗ tere Lebensweiſen giebt, als die der Heiducken, ward ihm auch das Joch ſeines Dienſtes ungemein ſanft und ſeine Laſt leicht.— Er hatte nehmlich, weil ein Heiducke von gleicher Laͤnge nicht aufzutreiben war, nichts zu tragen, ſondern
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