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Bei Hofe— ſchmunzelte die Alte— moͤchte wiſſen, was mein Gottlieb bei Hofe ſollte, der traͤte ja alle die kleinen Leute dort todt.
Sieh— fuhr Rauſendorf fort— ich habe einen Vetter in Dresden, der iſt dort Kammer⸗ diener des Koͤnigs, und ſchreibt mir, daß ſein Herr einen Heiducken brauche, der aber, weil er mit ſeinem Kameraden den Koͤnig in der Senſte zu tragen habe, gerade ſo lang ſeyn muͤ ſ⸗ fe, als der vorſtorbene Heiducke war, und der noch lebende iſt, nehmlich 3 Ellen 1 ½ Viertel.
Nun, ich ſollte meinen, Deinem Gottlieb muͤßte auch nicht ein Zoll an der Laͤnge fehlen.— Laß doch ſehen, Du Rieſe, wie viel Du haͤltſt.— Damit nahm Rauſendorf, weil Gottlieb eben wie⸗ der zur Thuͤre herein kam, eine Elle und maß ihn.
In dem Augenblicke aber trat ein Chemnitzer Senator, der den Oberſten gut kannte, in die Stube, einen Strick ſich zu verſchaffen, der durch die Hinterraͤder ſeines Wagens am Kof⸗ fer zerrieben worden war.
J, mein Herr Oberſter! wie treffen wir denn hier zuſammen?— Damit reichte der Senator Rauſendorfen die Hand, welcher nicht wenig in Verlegenheit kam, verrathen zu werden, ſich aber gleich wieder ſammelte und dem Senator, mit ver⸗ ſtoglenem Wink, bedeutete, daß er ſich wahrſchein⸗


