Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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daß den Leuten das Gehirn trocknet und die Talglichter ſchmelzen. Am allermeiſten aber ward mir Angſt, als die Leutlein in der Fre⸗ gatte ſagten, daß, wer noch nicht uͤber der Linie geweſen, ins Meer geworfen werde und alſo getaufet mit Salzwaſſer, daß ihm Hoͤren und Sehen vergehe..

Ich war aber ein luſtiger Vogel immer ge⸗ weſen und hatte oftmals geſcherzet mit den Seeleuten, alſo daß ſie mich alle lieb hatten und dachte bei mir, ich wollt ihnen wohl ent⸗

wiſchen, wenn ſie mich wollten fahen, mich zu

taufen, und ſagte es den Matroſen ins Ange⸗ ſicht, mich ſollten ſie nicht hudeln. Damit machte ich es nun mir ſelbſten gar

öübel, denn die Schelme hielten auf mich.

Den Zoſten April mit Tages⸗Anbruch ließ mich der Capitain, Don Manuel de las Cal- das, in ſeine Cajuͤte rufen„ zeigte mir eine große Landcharte und wies mit dem Finger auf eine ſchwarze Linie, die nannte er den Ae⸗ quator, ſagend zu mir mit verſchmitzter Mie⸗ ne: Nun Trimmer, mach dich immer fertig zur Taufe, ſobald wir dieſem Striche uns naͤhern, ſollſt Du getau⸗ fet werden mit dem Salzbade Nep⸗ kunt.