geſeſſen und mit meinem Kameraden Abends geſpielt hatte in der Karte hinter dem Kachel⸗ ofen des Meiſters in Buchholz, da ward mir entſetzlich zu Muthe, daß ich ſo weit war von meinem lieben Vaterlande, und las ich fruͤh mein Gebetlein und Abends mein Gebetlein und am andaͤchtigſten las ich, als die Matroſen ſagten, daß wir nun immer naͤher kaͤmen der weltberuͤhmten Linie, wo die Hitze ſo groß iſt,
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beſonders lockten ihn, wie ſich aus ſeinem Tagebuche er⸗ giebt, die übertriebenen Erzählungen von den Goldgruben in Peru, wo man, nach ſeiner Meinung, nur zugreifen durfte, um reich zu werden. Der gute Mann betrog ſich aber ſehr in ſeinen Enwartungen Er kam 1640 mit zer⸗ rütteter Geſundheit, fehlgeſchlagenen Hoffnungen und lee⸗ ren Taſchen nach Dresden zurück, war froh, daß die mei⸗ ſten jener Verwandten und Freunde, denen er einſt mit ſeinen veruaniſchen Ausſichten getrotzt hatte, ihn nun, wenn auch ziemlich ſpitzig, doch wenigſtens hülfreich auf⸗ nahmen, und dankte Gott, daß ihn eine alte Jungfrau⸗ Beſitzerin einer Kartenfabrik, in dieſer und in ihrer Liebe wenigſtens ein Surrogat jener Goldgruben finden ließ, weshalb er einſt Heimath und Freunde verlaſſen hatte. Das beſte Reſuttat ſeiner Reiſe iſt ein Tagebuch, welches, neben vieler Spreu, auch ſo manches intereſſante hiſtori⸗ ſche und geographiſche Korn enthält. Die hier mitgetheil⸗ te Stelle, das Paſſiren der Linie betreffend, zeigt,⸗ daß der Mann nicht ganz ohne Bildung und Schulkennt⸗ niſſe ſeyn konnte. In der Orthographie habe ich mir die nöthigen Aenderungen erlaubt.—


