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— 21— entgegen und hieß ſie auf's herzlichſte willkom⸗ men. Waͤhrend ſie aber berichtete, daß ihr Mann zu einem Nachbar gegangen ſey, fuͤr Wa⸗ gen und Pferde Unterkommen zu ſuchen, fuͤhlte ſie ſich von dem Anblick der alten Figuren ſo wunderbar ergriffen, daß es ihr immer vorkam, als wandelten vor ihr die Betſaͤulen mit dem Nepomuk und der Wandelburg. Doch gab ſie ſich, im Drange der haͤuslichen Geſchaͤfte, wel⸗ che gaſtliche Pflichten ihr auflegten, ſelbſt keine Rechenſchaft uͤber jene Empfindungen, und war und blieb gegen die Fremden freundlich und mild, wie die liebe Sonne.—
Die Baronin dankte Gott und der wunder⸗ lieblichen Wirthin fuͤr freundliche Aufnahme nach ſo großem Ungemach; blieb aber doch ziem⸗ lich einſylbig, gleichfalls immer vor Augen und im Herzen habend die Heiligenbilder bei der Betkapelle. Der Baron dagegen, von alten Zeiten her noch ein großer Verehrer des ſchoͤ⸗ nen Geſchlechts, war ganz bezaubert von dem holden Cherub— der ihn in ſolch ein Para⸗ dies gelaſſen— wie von den drei kleinen Se⸗ raphinen, deren Engelskoͤpfchen aͤngſtlich unter dem Tiſche hervorguckten, kuͤßte dem Erſten fuͤr gaſtliche Aufnahme immer ein Mal ums andere dankbar die Haͤnde, und holte die Letzteren—


