Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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im Auge, ſprach: Ach, meiner Eltern

Bildniſſe! ſäh ich ſie ſelb ſtle⸗

An den Gemaͤlden aber erwies ſich die uͤber⸗ ſchwengliche Kraft des Gemuͤths auf die Kunſt, denn ſie ſprachen ſo lebendig zum Herzen und gefielen den Aelplern ſo wohl: daß ſie dafuͤr dem frommen Maler dankbar noch einmal ſo viel gaben, denn er gefordert, und ließen die Bilder aufrichten an der alten Stelle und ehr⸗ ten ſeitdem den Mann, der ſie gefertigt, mehr noch als zuvor. 294

Maler Max achtete jedoch weniger der Eh⸗ re, die er mit der Kunſt erworben, denn des Geldes, das ſie ihm gebracht, und trachtete nun mit Huͤlfe des letzteren, ſich und den Seinen den froͤhlichſten Chriſtabend zu ſchaffen. Alles mußte ſeyn, wie einſt daheim, noch lange vor der boͤſen Zeit, ehe aus Liebhaͤnschen der mit Elternzorn belaſtete Hans ward. Nichts durfte fehlen, vom rothbackigen Apfel bis zum weiß⸗ bezuckerten Chriſtſtollen, vom Lichterbaum mit vergoldeten Aepfeln und Nuͤſſen, bis zur ſchlan⸗

ken Gliederpuppe, die er lebensgroß, wie ſeine

ſechsjaͤhrige Ciddy, bei den Holzſchnitzlern im

Pludenzer Thal hatte fertigen laſſen.

Als der heilige Abend da war, zu deſſen gemuͤthlicher Feier dem Maler Mar die Hei⸗

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