Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
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Ferner:Dann warlich der welſche und deutſche Pracht dienet nicht zuſammen. Sintemal ob ſich wohl die Welſchen in Klei⸗ dung ſtattlich halten, ſo freſſen ſie deſto uͤbler und ſparſamer, laſſen ſich auch mit einem Gericht Eyer und Sallat begnuͤgen, da die Deutſchen das Maul und den Bauch voll haben wollen; darum unmoͤglich beide deutſche und welſche Gepraͤnge mit einander zu vertragen, es verderben auch beides Fuͤrſten, Grafen und Edelleute, ſo ſolches anſtellen und kommen daruͤber in Leid und Noth u. ſ. w.

Auch uͤber das koſtſpielige und unnoͤthig erweirerte Kanzleiweſen eifert der Land⸗ graf, beſonders uͤber die Mengegeſchwor⸗ ner Doktoren und Kanzleiſchreiber indem ihr Vater(Philipp der Großmuͤthige), der doch ein fuͤnfmal groͤßeres Land, zudem auch die Reichs⸗, die Schmalkaldiſchen und Naſſauiſchen Angelegenheiten zu beſorgen gehabt, doch nur den Dr. Walther mit 50 Fl., einen Kanz⸗ ler mit 80 Fl. jaͤhrlichen Gehalts und ei⸗ nen Sekretarium, Simon Binge, ge⸗ halten, der uͤber 20 Jahre ohne Beſol⸗ dung gedient habe.

Zudem, faͤhrt der Landgraf fort; haͤlt Un⸗