Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
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253 klagt und ward dafuͤr von letzterm, in einem Schreiben vom 14. Maͤrz 1575, zur Sparſam⸗ keit, und zwar unter andern alſo vermahnt: Er ſelbſt habe, des bisherigen Mißwachſes we⸗ 8 gen,in dieſem Jahre etliche tauſend Gulden uͤher ſein Einkommen zuſetzen muͤſſen haͤtte er nun ſolches in vorigen Jahren nicht erſpart, wuͤrde er dieſes Jahr ohne Schulden nicht ha⸗ ben hinbringen koͤnnen.

Ferner:ſonderlich nehmen auch Unſer ei⸗ nes Theils die großen Scharrhanſen in den guͤldenen Ketten am Hof, ſammt Weib und Kindern, denen muß man nichts verſagen, ſon⸗ 5 dern ihnen Kuͤch und Keller offen ſtehen, geben*

darzu groß Dienſtgeld aus; meinen damit eine

große Autoritaͤt zu bekommen, da ſie darnach mit ungewiſchtem Maul davon ziehen, Uns deſſen nicht allein keinen Dank wiſſen, ſon⸗ dern Unſer noch dazu in die Zaͤhn ſpotten. Zu⸗ dem ſo laſſen wir es dahei nicht, ſondern wol⸗ len Unſre Frauenzimmer, desgleichen Edelkna⸗ ben, und auch die Junkern, ſelbſt alles in

4 Sammet und Seiden kleiden, item Unſere Pfer⸗ de alle mit Federn und ſammetnen Zeugen aus⸗ putzen, anders nicht, als waͤren Wir welſche Zibethkatzen welches ſich gar uͤbel in dieſe Landesart ſchicket.