— 323—
uber iſt, iſt vom Uebel.— Doch moͤgen auch gern, recht gern ein Paar Freunde mit ſte⸗ hen unter dem Haͤuflein der Geruͤhrten, nur nicht Titular⸗ ſondern wirkliche— nicht Aſſeſſoren der Freundſchaft, ſondern Raͤthe mit Sitz und Stimme im Seſſi⸗ onszimmer der Haͤuslichkeit. Auch der Haͤnde⸗ druck eines alten treuen Dienſtboten ſoll uns willkommen ſeyn; denn nach Luther, gehoͤrt ja, naͤchſt guten Freunden, auch gut Geſinde mit zum haͤuslichen Gluͤck,—
Nach dem Fruͤhſtuͤck gehen wir— iſes des Herrn Tag, zuſammen in die Kirche— iſt's aber des Koͤnigs Tag, in die Kanzlei: ich in die landesherrliche, meine Hausehre in die haͤusliche. Mittags Familiientafel, nicht ohne Leibeſſen und ohne Freund, aber ohne Saus und Braus, ohne Aufwand und Prunk— indeß darf doch ſo eine gebackene Arabeske nicht fehlen; denn— ſingt Blumauer— Weib und Kinder naſchen gern!
Beim Deſert— das bin ich feſt uͤberzeugt — bringt meine Hausehre weiland Braut⸗ kraͤnzchen zum Vorſchein— ein niedliches Gorlneſt, nicht viel groͤßer, als eine Makrone — zwar noch unverſehrt— denn es ſtand ein⸗ geſchachtelt im Nusbaumſchranke, gleich neben


