Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
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Schmolkens Communionbuch aber zuſammen⸗ geſunken und verſchoſſen. Die Farbe der Hoff⸗ nung ſie iſt weggehaucht von dem Odem der Zeit, welcher die Goldlocken der Braut ver⸗ wandelt in ſilberne Stoppeln. Mut⸗ terchen ſetzt das Ding auf, doch wahrlich nicht zur Zier, ſondern zum Scherz ich ſelbſt nehm' es ihr ab denn Fruͤhjahr und Winter Fruͤhroth und Abenddaͤm⸗ merung, die Zwei ſind nimmer Eins, das will dem Herzen nicht zuſagen.

Daßar zieh' ich den Trauring vom Fin⸗ ger. Mutterchen desgleichen. Von den gold⸗ nen Reifchen und Roͤschen keine Spur mehr, alles abgeſchliffen kaum Namen und Datum noch lesbar doch was ſie einſt binden und deuten ſollten, das iſt geblieben und bleibet in Ewigkeit Herz fuͤr Herz Liebe um Liebe.

Endlich bringt meine Hangoßre e einen gro⸗ ßen Bogen, darauf verzeichnet ſtehen, die wei⸗ land ſaͤmmtlichen Gaͤſte unſers hochzeit⸗ lichen Males. Ein trauriges Regiſter Kreuz an Kreuz Von fuͤnf und funfzi⸗ gen kaum fuͤnf noch und auch dieſe lauter Schneeſieber und Stundenzaͤhler, Invaliden und Schuͤttelkoͤpfchen, gleich dem verwitterten Braut⸗