Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

Mit Jungfrau Jentzſchin in den Arm der Liebe.

Nun welcher Schlaf der beßre ſey geweſen,

Wird man im Kirchenbuch des Herrn Pastoris leſen.

Ein tres fidele ami ſtellt ſich mit Wünſchen ein.

Mein Grunau kennſt du mich? ich heiß: der König⸗ ſtein.

Uebrigens war Grunaus Schlummer im Koͤnigſteiner Felſenbette nicht etwa ein unrei⸗ fer, ſondern ehr ein uͤberreifer Jugend⸗ ſtreich. Denn, nach damaliger Sitte, wel⸗

iche fuͤr Pagenhaͤuſer, hohe Schulen und Uni⸗ cerſitaͤten ungleich reifere Jahre als jetzt, heiſch⸗ ſte, ward Grunau erſt im 36ſten Jahre Page, und gar erſt im 3sſten durch einenzu fri⸗ ſchen Trunk in das erwaͤhnte Felſenbette 3 gefuͤhrt.

f

t Einige Jahre nachher avancirte er zum 3 Leibpagen, und unter Johann Georg III. . endlich zum Kammerjunker und Tafel⸗

, ſeher.

In ſeinen ppaͤtern Jahren zog ſich Grunau vom Hofe zuruͤck und lebte geraume Zeit erſt g bei ſeinem Bruder, dem Oberforſtmeiſter von Grunau in Torgau, dann bei ſeiner Schweſter, einer verehelichten von Staupitz u Staupit, in ſeinen letzten Jahren aber zu Schnülen bei Biſchoffswerda, und zwar

1 B 2 *