Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
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lich groß ſeyn muͤſſe, ergiebt ſich daraus, daß das Gefaͤß, woraus es geſchenkt ward wahr⸗ ſcheinlich, nach alter Sitte ein großer ſilberner Deckelkrug gerade nur die genannten zwei Glaͤſer enthielt. 6 Fuͤr wen anders aben ſchenkte wohl der

wackere Fuͤrſt das Glaͤschen ein, deſſen Addreſ⸗

ſe ich ſo eben gegeben habe, als fuͤr die Nachwelt und dazu kann ſich doch wohl Jeder rechnen, der im Jahre 1821 noch lebt und Ap⸗ petit hat, den 1621 eingeſchenkten und einge⸗ ſenkten Rheinwein zu koſten.

Noch wuͤßte ich eine aͤhnliche und zwar um 15 Jahr aͤltere Weinaddreſſe zu geben, wenn nicht der Thurm der ſogenannten neuen Waſ⸗ ſerkunſt in Bautzen 1608 eingeſtuͤrzt waͤre. Denn in oder unter deſſen Grundſtein ward 1606 gleichfalls ein vollgeſchenktes Glas Rheinwein geſetzt, nachdem man 40 Schulkna⸗ ben, die bei der Grundſteinlegung geiſtliche Lieder ſangen, mit Rheiniſchem Rebenblute geletzt hatte.

Ob nun letztgedachtes Glas bei dem gedach⸗ ten Thurmſturze zerbrochen oder in der Folge, bei dem neuen Thurm⸗ und alſo auch Grund⸗ bau, ausgetrunken, oder vielleicht unverſehrt wieder vermauert worden ſey daruͤber habe ich einige ſichere Nachricht nicht auffinden koͤn⸗