Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
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Wer im Stande iſt, dieſen Deckel vom Glaſe zu nehmen, dem wird kaͤme ihm auch das Trinkrecht aus einem ſpaͤter anzugeben⸗ den Grunde nicht ſchon von ſelbſt zu glaube ich, des Weinglasdeckels koͤniglicher Herr gewiß nicht wehren, durch den Genuß des alten Rebenſaftes fuͤr das ſchwere Deckelab⸗ heben ſich zu ſtaͤrken.

Der Weineinſchenker ward der Kurfuͤrſt von Sachſen, Johann Georg I. deſſen er⸗ habene Sippſchaft noch herrlich ſteht, wie ein uͤppiger Weinſtock, und jugendlich gruͤnt, wie die ſchoͤnſte Raute und alſo ſtehen und gruͤnen moͤge immerdar! Als naͤmlich der Kur⸗ fuͤrſt im Jahre 1621 nach Beendigung der Be⸗ lagerung von Bautzen den Bau der oben ge⸗ nannten Masdalenenburg anfangen ließ, war er bei den Feierlichkeiten des Grundſteinlegens zu⸗ gegen, ließ eine Flaſche Rheinwein brin⸗ gen, ſo alt er in ſeiner Kellerei aufzuſinden war, trank ein Glas auf die Geſundheit der Bauleu⸗ te, ſchenkte das andere ſelbſt ein, ſetzte es, faſt uͤberſchweppend voll, auch ſelbſt in den Grundſtein und ließ es nun, nebſt ei⸗ ner beigelegten Denkſchrift, vermauern.

Daß das Glas zum Troſte deſſen ſey es erinnert, der es einſt austrinken wird ziem⸗