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ſich Maggie der Vorderſeite des Hauſes. Sie ver⸗ nahm Anfangs keinen Laut, konnte nirgends eine Bewegung wahrnehmen. Ihr Boot befand ſich in gleicher Höhe mit den Fenſtern des erſten Stocks. Sie rief mit lauter, durchbohrender Stimme:
„Tom, wo biſt Du? Mutter, wo ſeid Ihr? Maggie iſt da!“
Bald nachher vernahm ſie vom Fenſter des Dach⸗ ſtübchens im mittlern Giebel aus Toms Stimme:
„Wer iſt da? Habt ihr ein Boot gebracht?“
„Ich bim's, Tom— Maggie. Wo iſt die Mutter?“
„Nicht hier; ſie ging vorgeſtern nach Garum. Ich will hinabkommen zum unteren Fenſter.— Allein, Maggie?“ rief Tom erſtaunt, als er das gleich hoch mit dem Boot liegende mittlere Fenſter öffnete.
„Ja, Tom; Gott hat mich in ſeine Obhut ge⸗ nommen und zu Dir geführt. Steig, hurtig ein. Iſt ſonſt Niemand mehr da?“
„Nein,“ verſetzte Tom, in das Boot tretend; „ich fürchte, der Mahlknecht iſt ertrunken. Der Ripple riß ihn, glaube ich, mit fort, als ein Theil der Mühle zuſammenſtürzte. Ich habe ihm wieder⸗ holt zugerufen, ohne eine Antwort zu erhalten. Gib mir die Ruder, Maggie.“
Erſt als Tom das Boot abgeſchoben und in freies Waſſer gebracht hatte— er befand ſich jetzt Angeſicht in Angeſicht mit Maggie— ging ihm ein Licht auf über die volle Bedeutung deſſen, was vor⸗ gegangen war. Es bemächtigte ſich ſeiner mit ſo über⸗ wältigender Gewalt, war für ſeinen Geiſt eine ſo neue Offenbarung der Tiefen des Lebens, die ſo weit außer
Eliot, Die Mühle am Floß. III. 19


