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„Ich will es auf mich nehmen und tragen bis in den Tod. Aber wie lange wird es anſtehen, bis der Tod kömmt! Ich bin noch ſo jung, ſo ge⸗ ſund. Woher nehme ich Kraft und Geduld? Wird der Kampf, das Unterliegen und die Reue ſich wie⸗ derholen— hat das Leben noch andere eben ſo⸗ ſchwere Prüfungen für mich?“
Mit dieſem Ruf halber Verzweiflung ſank Mag⸗ gie vor dem Tiſch auf ihre Kniee nieder und verhüllte ihr bekümmertes Geſicht. Ihre Seele nahm ihre
Zuflucht zu dem unfehlbaren Erbarmen, das nicht
von ihr weichen konnte bis zum Ende. Sicherlich hatte ſie aus den Nöthen, die ſie erfahren, etwas gelernt— ſie fühlte, daß ſie das Geheimniß, auch auf dem Pfade der Leiden die Nächſtenliebe zu wah⸗ ren, lernen mußte— ein Geheimniß, welches ſich nur ſelten dem aufſchließt, der nie geirrt hat.„O Gott, wenn ich noch lange leben ſoll, ſo gib, daß mein Leben Andern zum Troſt und zum Segen werde——“.
In demſelben Augenblick fühlte Maggie eine ſeltſame Kälte um ihre Kniee und Füße: es ſtrömte Waſſer unter ihnen hin. Sie fuhr auf; der Strom kam von der Thüre her, die nach der Flur hinaus⸗ ging. Der Anblick hatte nichts Erſchreckendes für ſie — ſie wußte, daß der Fluß ausgetreten war.
Der Sturm der Gefühle, welchen ſie in den letz⸗ ten zwölf Stunden durchgemacht hatte, ſchien in ihr eine tiefe Ruhe zurückgelaſſen zu haben; ſie eilte, ohne Lärm zu machen, nach Bob Jakins in einem höheren Stock gelegenem Schlafgemach hinauf. Die
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