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artiger ausgeſehen habe in dem Kleid mit den ge⸗ flickten Ellenbogen. Wenn ich ſo ein ſchäbiges Röck⸗ lein anzöge, ſo würde kein Menſch auf mich achten — ich wäre der helle Lumpen.“
„O freilich,“ ſagte Maggie mit neckiſcher Gravi⸗ tät.„Es könnte Dir begegnen, daß man Dich ſammt dem Teppichſtaub und den Spinnweben mit dem Beſen aus dem Zimmer hinauskehrte und Du wie der Aſchenbrödel Dich in einem Kohlenloch wieder fändeſt. Darf ich jetzt nicht wieder niederſitzen?“
„Ja, ich gebe Dir Erlaubniß dazu,“ ſagte Lucie lachend. Dann nahm ſie mit der Miene ernſten Nachdenkens ihre große Gagatbruſtnadel ab.„Doch Du mußt eine andere Broche vorſtecken. Dieſer Schmeiterling ſieht ſo einfältig aus.“
„Würde dies nicht der bezaubernden Wirkung der mir ſo gut paſſenden Aermlichkeit Abtrag thun?“ verſetzte Maggie, wieder Platz nehmend, während Lucie abermals vor ihr niederkniete und den verach⸗ teten Schmetterling losmachte.„Ich wollte, meine Mutter wäre Deiner Anſicht, denn ſie verelendete ſich geſtern Abend, weil dies mein beſtes Kleid iſt. Ich habe mein Geld zuſammenſparen müſſen, um Unterrichtſtunden zu bezahlen; denn ohne weitere Ausbildung kann ich nicht auf eine beſſere Stelle Anſpruch machen.“
Maggie ſtieß einen leichten Seufzer aus.
„Mach mir nur nicht wieder dieſes betrübte Ge⸗ ſicht,“ ſagte Lucie, die große Nadel unter Maggie's ſchöngeformtem Hals befeſtigend.„Du mußt nicht vergeſſen, daß Du die traurige Schulſtube hinter


