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von Seite ſeines Vaters und ſeiner Schweſtern an⸗ zukämpfen hatte— ein Umſtand, der einem jungen Mann ein angenehmes Bewußtſein von ſeiner eigenen Würde einflößt. Stephen wußte, daß er unabhängig genug ſtand, um ſich eine Frau wählen zu können, die ihn glücklich zu machen verſprach, ohne ander⸗ artigen mittelbaren Rückſichten einen Einfluß auf ſich zu geſtatten. Und ſo dachte er ſeine Wahl Lucien zuzuwenden: ſie war ein herziges Weſen und über⸗ haupt der Frauenzimmerſchlag, den er ſtets am mei⸗ ſten bewundert hatte.
Zweites Kapitel. Erſte Eindrücke.
„Er iſt ſehr verſtändig, Maggie,“ ſagte Lucie. Sie kniete vor Maggie auf einem Schemel, während dieſe in dem großen Scharlachſammtſeſſel hatte Platz nehmen müſſen.„Ich bin überzeugt, daß er Dir gefallen wird. Ich hoffe es.“
„Das wird ſchwer halten,“ verſetzte Maggie lächelnd, indem ſie eine von Luciens langen Locken in die Höhe hob, um die Sonne durchſcheinen zu laſſen.„Ein Herr, der für Lucie gut genug zu ſein glaubt, muß ſich auf eine ſcharfe Kritik gefaßt machen.“
„Er iſt freilich viel zu gut für mich. Und wenn er fort iſt, muß ich bisweilen faſt denken, ob es auch eine Wirklichkeit ſei, daß er mich liebt. In ſeiner Gegenwart kann ich allerdings nicht daran zweifeln — öbſchon ich es nicht zu ertragen vermöchte, wenn


