die Vorbereitungen, die ſie erſt zur Hälfte getroffen hat, um Maggie's Zimmer für den Empfang des Gaſtes vorzubereiten. Couſine Maggie ſollte ſo gut aufgenommen werden, wie der vornehmſte Beſuch — ja, noch beſſer, denn Lucie gedachte das Gaſt⸗ ſtübchen ihr zu Ehren mit dem prächtigſten Blumen⸗ bouquet und mit den ſchönſten Kupferſtichen zu zie⸗ ren, die ſie in ihrem Schlafzimmer hatte. Wie mußte ſich wohl Maggie darüber freuen, die eine ſo große Freundin von hübſchen Dingen war! Und dann die arme Tante Tulliver, aus der ſich Niemand etwas machte— welche Ueberraſchung für ſie, wenn ihr die wunderſchöne Haube zum Präſent gemacht und bei Tiſch in anerkennender Weiſe ein Toaſt auf ihre Geſundheit ausgebracht wurde, wie Lucie dieſen Abend mit ihrem Vater zu verabreden gedachte.
Augenſcheinlich hatte ſie nicht Zeit, lange in glück⸗
lichen Liebesträumen ſich zu ergehen. Mit dieſer Vorſtellung an ſich ſelbſt wollte ſie das Zimmer ver⸗ laſſen, machte aber auf der Schwelle Halt.
„Was gibt's denn, Minnie?“ ſagte ſie als Ant⸗ wort auf das Winſeln des kleinen Vierfüßlers, indem ſie ſich zu ihm niederbeugte und ſeinen glänzend ſchwarzen Kopf an ihre roſige Wange drückte.„Haſt Du geglaubt, ich gehe ohne Dich? So komm; wir wollen nach Sindbad ſehen.“
Sindbad war eine Fuchsſtutte, die Lucie immer
eigenhändig zu füttern pflegte, wenn man dieſes
Thier, das ihr eigen gehörte, nach dem eingehägten Grasplatz hinter dem Haus hinaustrieb. Es machte ihr eine Freude, abhängigen Geſchöpfen Nahrung zu
reichen, wußte, was jedes Thier im Haus gerne


