Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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feenhaften Hand gelingt es, ſein ſtruppiges Gefieder glatt zu ſtreichen.

Stephen bemächtigte ſich der kleinen Hand, die ſich eben nach dem Tiſch hin bewegen wollte, und drückte ſie leicht an ſeine Lippen. Die kleine Lucie fühlte ſich geſchmeichelt und glücklich. Sie und Ste⸗ phen befanden ſich in jenem Stadium des Hofmachens, welches den glücklichſten Moment in dem Leben des Jünglings und der Jungfrau, die friſcheſte Blüthen⸗ zeit der Leidenſchaft bildet jedes iſt der Liebe des anderen ſicher, ohne daß eine förmliche Erklärung ſtattgefunden hat; man ſchwelgt in wechſelſeitiger Ahnung, und das unbedeutendſte Wort, die leichteſte Geberde, erſcheint in Roſenlicht und Roſenduft. Hat einmal die Verlobung ſtattgefunden, ſo iſt ſchon der ſchönſte Zauber dahin; die Roſe bleibt wohl, aber man ſteckt ſie in das Bouquet.

Es iſt in der That merkwürdig, daß Sie Maggie in ihrem Aeußeren und in ihren Manieren ſo gut porträtiren konnten, ſagte die ſchlaue Lucie, ihre Hand nach ihrem Pult ausſtreckend;denn ſie hätte ja auch ihrem Bruder gleichſehen können. Sie wiſſen, Tom hat keine runden Augen, und es fällt ihm wahrhaftig nicht ein, die Leute anzuſtieren.

Ich denke mir, daß er ſeinem Vater nachartet; er ſcheint ſo ſtolz wie Lucifer zu ſein. Kein ſehr angenehmer Geſellſchafter, ſollte ich meinen.

Ich habe Tom gern. Er ſchenkte mir den Min⸗ nie, als ich Lolo verloren hatte, und Papa, der große Stücke auf ihn hält, ſagt, er habe treffliche Grundſätze. Er war es, der ſeinen Vater in die Lage brachte, vor ſeinem Tod noch ſeine Schulden zu bezahlen.

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