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Kaleſche vorüberfuhr; vergnügten Lächelns blickte er hin⸗ auf, noch vergnügter Fides in die Augen des Verlobten, die von keinen Hoferinnerungen getrübt waren.— Was ſiehſt du mir ſo geſpannt in die Augen, mein Herz? fragte er freundlich, und Fides erwiderte, ihre frohe Rüh⸗ rung unter Scherz verbergend:
Ich beobachte das Wetter unſerer Zukunft!
Auf meinem Geſichte?
a, lieber Franz Karl! Weißt du, wenn der Mond einen Hof hat, wie man's nennt, bedeutet es Niederſchläge und trübe Witterung. Dein Auge war eben ein glänzen⸗ der Vollmond, und hatte— keinen Hof.
O mein Engel! rief Franz Karl entzückt. Wünſcheſt du dich nicht an den Hof? Dort hinter uns, im Ritter⸗ ſaale des deutſchen Hauſes, wäre dies geiſtreiche Wort auspoſaunt worden, und der Kurfürſt hätte dir wenigſtens die Hand geküßt!
Du biſt ja mein Kurfürſt! ſagte ſie, und reichte ihm ihre Hand hin.
Franz Karl küßte die kleine weiße Hand, und da der Wagen eben am Landungsplatze anfuhr, hielt er die liebe Hand feſt, hob die Geliebte aus dem Wagen, und führte ſie nach der Gondel. Die Mutter folgte, und der Be⸗ diente trug die ſchwere Schatulle nach, die als ungezähltes Erbe der Tochter und der Enkel Garzweiler's mit nach Oeſtrich genommen wurde.
Hier an dieſem zaubervollen Ufer— welch' eine ſe— lige Stille zwiſchen dem Segen der Ernten nahm die mainzer Flüchtlinge auf!———
Im Schlößchen herrſchte jetzt eine ſtille Thätigkeit, um 22*


