Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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Feſtjubel. Der Kurfürſt hatte ſeinen Einzug gehalten, und die Luft dröhnte noch vom wilden Jauchzen des Vol⸗ kes, vom Geläute der Glocken und dem Donner der preu⸗ ßiſchen Batterien. Die zwölf Metzger, die ſtatt der aus⸗ geſpannten Pferde den Reiſewagen des Fürſten mit dem friſch aufgemalten Wappen durch die Stadt gezogen hat⸗ ten, ſchleppten eben eine reiche Weinſpende aus den im Gewölbe des Doms bewahrten Vorräthen nach einem Vergnügungsplatze, und ſchlugen gelegentlich, im Ueber⸗ muth ihrer Verdienſte, an einigen Clubiſten⸗Wohnungen die letzten noch vorhandnen Scheiben ein.

Mit der Abendkühle des 31. Juli betrat Franz Karl das kleine Haus in der Umbach, und überraſchte Fides, die eben am Fenſter einen großbedruckten Bogen las. Sie ließ in der Aufwallung ihres ſehnſüchtigen Herzens das Blatt zur Erde fallen, und eilte mit ausgebreiteten Armen dem Geliebten entgegen.

Wie? Du haſt geweint? rief der Freund erſchrocken.

Ach! der arme Blau! ſeufzete ſie, und kämpfte mit dem wiederkehrenden Leide. Sie haben ſeine Möbel zer⸗ ſchlagen, ſein Geräth geraubt, den Wein, den ſie nicht leeren und fortbringen konnten, auslaufen laſſen. Er ſelbſt hatte ſich verſteckt, und wäre gewiß auch mit Hülfe des jungen Neeb glücklich entkommen, hätte nicht einer ſeiner ehemaligen Collegen an der Univerſität den edeln Mann verrathen. Er wurde, gleich den übrigen Clubi⸗ ſten, die man auffand, ergriffen und zur Haft gebracht. Vorgeſtern hat ihn nun der König, der Kronprinz nebſt anderen hohen Perſonen in des Königs Gefolge vor ſich führen laſſen, um denFinanzminiſter der Adminiſtra⸗