Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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denn darauf zu antworten? Wie antwortet man denn überhaupt einem Baron? O ich weiß wol zu reden und zu antworten, wo ich's mit Meinesgleichen zu thun habe, und wenn der Baron ein ordentlicher Bürgerſohn wäre, meinetwegen könnte er auch Rechnungsſchreiber oder Hof⸗ kammer⸗Secretarius ſein, und ich wüßte gar wohl, wie mein Vater ſelig zu deinem Vater geſagt hat, als er auf ſeinen zwei Freiersfüßen hereinkam: Es gereicht uns zur Ehre, Herr Vicedomamtsſchreiber, ſagte er, und gebe der Himmel, daß es meiner Hildegard auch zum Glück gereiche! Aber ſo ſpricht man doch zu keinem Baron? Daß auch jetzt gerade mein Alter nicht da iſt! Der weiß für Vor⸗ nehm und Gering die Rede zu ſetzen. Und es iſt auch eigentlich ſeine Sache; es iſt deines Vaters Sache, und ich will gar nichts damit zu thun haben!

Liebſte Mutter, verſetzte Fides. Ihr ſeid jetzt an des Vaters Stelle da, und müßt ſtatt ſeiner reden und thun. Aber denkt bei Franz Karl ja nicht an geſuchte und ge⸗ ſetzte Worte: ſprecht nur, wie's Euch ums Herz iſt! Doch braucht Ihr Euch gerade nicht zu demüthigen: Ihr ſeid die Mutter von uns Beiden und gebt dem Baron Euer Beſtes und Alles, und was auch Franz Karl ſo hoch hält, als ob es eine Baroneſſe wäre.

Zwiſchen dieſen und ähnlichen Ermunterungen, welche Fides im Sinn der Mutter und nach ihren eigenen ängſt⸗ lichen Empfindungen faßte, lauſchte ſie fortwährend nach der Straße. Denn ſie erwartete in ihren Gedanken ei⸗ nen Reiter, und glaubte immer aus dem Schreien und Lärmen draußen die Tritte eines Pferdes zu hören. Sie, wie die Mutter, waren ſo ſehr von ihrem aufgeregten

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