ausziehenden Regiments unter der langen Wölbung des nahen Thores raſſelten.
Neuntes Kapitel.
Fides kam in ſehr feierlicher Stimmung nach Hauſe; und indem ſie die Mutter ohne weiteres aus der Küche in die gute Stube führte, ſagte ſie:
Mutter, er kömmt! Setzt Euch hier in den Seſſel, und empfangt ihn mit Liebe und Freundlichkeit!
Sie zog den ledernen Lehnſtuhl, worin wir ſie einſt nach den Vorkehrungen zum Namenstage der Mutter ſo träumeriſch ausruhen geſehen, hinter dem Ofen hervor, und nöthigte die verwunderte Frau zum Niederſitzen.— Wer denn nur Fides? fragte dieſe. Wer ſoll denn kommen?
Wie Ihr auch fragen könnt! verſetzte Fides. Wer könnte denn kommen, als Franz Karl?
Der Herr Baron? rief die Alte, und ſprang auf. Nein, ſo kann ich ihn ja nicht empfangen.
Fides hielt ſie zurück, und gab nicht zu, daß ſie ſich umkleide.— Er wird gleich da ſein, ſagte ſie begütigend. Bleibt nur immer, wie Ihr ſeid, liebſte Mutter! Franz Karl ſoll uns finden, wie wir eben ſind; es muß nichts
Gemachtes ſein, wie er uns trifft. Und— hat er denn
auch nicht auf Anderes zu ſehen, als auf Eure Küchen⸗ ſchürze?


