Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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ter zu Fuß und mit kleinen Bündeln auf dem Rücken

oder an der Hand davon. Ohne Schimpf und Spott der Umſtehenden kamen ſie jedoch nicht vorüber. Die Männer riefen ſie bei Namen oder mit Spottnamen, fragten, ob ſie das Franzöſiſche gut begriffen, oder ob ſie haltbare Sohlen an den Füßen hätten u. dgl., wobei man ihnen glückliche Reiſe wünſchte. Die Weiber ließen ſich dann ſchon heftiger aus, ſcheltend, daß die Dirnen ſo frei ziehen, und vielleicht was für fremdes Gut fort⸗ ſchleppen dürften.

Dieſen Vorgängen ſah der Baron vor den Fenſtern des Chauſſeehauſes zu, wohin er, Goethen zu begrüßen, geritten war. Eine Einladung in die ſchon überfüllte Stube hatte er nicht angenommen, und ſtieg auch nicht ab, weil er verſuchen wollte, in die Stadt vorzudringen, was Einzelnen auf dieſe oder jene Weiſe gelang. Wäh⸗ rend des Geſprächs kam wieder von der Stadt ein Wa⸗ gen, aus deſſen beiden Schlagfenſtern zwei Frauenzimmer freundlich umher grüßten. Franz Karl erkannte auf der einen Seite ſchon von weitem Frau Böhmer, und faßte eine lebhafte Beſorgniß, wie es jetzt ihrem ſo verhaßten Mann ergehen dürfte. Ehe ſie ſelbſt noch den Baron er⸗ blickte, war der Wagen angehalten; beide Schläge wur⸗ den aufgeriſſen, und ein gräßliches Jubelgeſchrei erhob ſich, ſeltſam genug mit dem Ausrufe: Stumme, Stumme! Wirklich war es der zitternde und ſchreiende Kammerſecre⸗ tair und Clubiſt, der aus dem Wagen gezogen, und mit Fauſtſchlägen und Fußtritten nach dem nächſten Acker ge⸗ ſchleppt wurde, wohin ihm ſeine jammernde und flehende Frau folgte. Inzwiſchen hatten auch Einige die Frau des

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