Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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zu ſehen ſei, wobei er behauptete, man habe mit Abſicht, um die Clubiſten entſchlüpfen zu laſſen, jedes Hinderniß entfernt. Ein erneutes Schelten und Drohen ward dar⸗ über laut, und Alle waren darin einig und verſchworen, ſich nicht um die übrigen Clubiſten prellen zu laſſen.

Ich glaube ſelbſt, ſagte Goethe, daß man übereinge⸗ kommen iſt, den flüchtigen Clubiſten durch die Finger zu ſehen. Ich weiß wenigſtens, daß der General d'⸗Oyre in den Punctationen der Capitulation für alle in Mainz be⸗ findlichen Perſonen, welche an der Revolution Antheil ge⸗ nommen, freien Abzug ausbedungen hat. Solch' ein Ver⸗ langen war denn auch von Seiten der Franzoſen zu Gunſten ihrer Anhänger nicht mehr als billig; darum ließ es ſich, als der Graf von Kalkreuth dieſen Punkt unbedingt verworfen hatte, der General d'Oyre nicht ver⸗ drießen, geſtern ſelbſt ins Lager herauszureiten, um noch mündlich das Seinige zu thun. Bei dieſem Anlaß hab' ich ihn geſehen. Er kam hier vorüber,— ein großer, wohlgebauter, ſchlanker Mann von mittleren Jahren, in Betragen und Haltung recht natürlich. Da jedoch auch des Königs von Preußen Majeſtät, an den ſich der Ge⸗ neral noch beſonders ſchriftlich gewendet, nur mit und wegen Militairperſonen zu unterhandeln befohlen: ſo war nichts für die Clubiſten weiter zu bedingen; da man denn wahrſcheinlich dem General, um ihn zufriedenzuſtellen, eine ſtillſchweigende Nachſicht gegen jene, zwiſchen Thür und Angel ſchwebenden Menſchen zugeſagt hat. Freilich wer⸗ den ſie nun, wenn man ihnen auch auf einer Seite durch die Finger ſieht, auf der andern in deſto ſchlimmere Klauen fallen.