Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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ſter Herzog dieſe Wohnung genommen, worin ich nun auch mein ſchmales Unterkommen habe.

Dabei gab er einem Burſchen in Livree Befehl, den Mantelſack des Herrn Barons vom Pferde zu nehmen und das Thier bei den übrigen einzuſtellen.— Sie kön⸗ nen heut nicht in die Stadt, fuhr er dann gegen Franz Karl fort, und werden den erwarteten Auszug der erſten franzöſiſchen Colonne am beſten von meinem Fenſter aus ſehen können. So nahe vor dem Thor Ihrer Vaterſtadt wird freilich Ihre Ungeduld groß genug ſein. Mich treibt nicht weniger mein herumſchweifendes Leben und die po⸗ litiſche Stimmung aller Menſchen nach Hauſe. Ich habe mich ſeither mit dem fabelhaften Reinecke Fuchs beſchäf⸗ tigt, und die Verſe ſind während der Belagerung wie gute Preußen vorgerückt; vor Allem aber ſuchte ich dem Schlaukopf Reinecke abzulernen, wie man ſich zwi⸗ ſchen gar manchen Unannehmlichkeiten des wechſelvollen Lebens beſtens durchzudrücken ſuchen muß. Dergleichen hätte ich mir nicht an jenem Abende gedacht, als wir mit Sömmering bei vortrefflichen Schüſſeln und Flaſchen des beſten Humors waren. Apropos! Freund Sömmering hat ſich geſtern, wo ich bis an das Thor vorgeritten war, glücklich in die Stadt einzuſchleichen gewußt, um Forſter's Eigenthum in Schutz zu nehmen.

Ei! rief der junge Freund, faſt verdrießlich. So kömmt mir der lebhafte Mann darin zuvor? Ich hatte mir das zur Aufgabe gemacht, als ich Forſtern ſo beſorgt um ſeine literariſchen Schätze ſah, und dieſer Vorſatz ne⸗ ben einer noch ſüßeren Hoffnung trieben mich vor Allem hierher, ſtatt nach meinem friedlichen Landſitz im Rheingau.