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Dom noch einmal; Dach und Thürme entbrannten, und zündeten fünfzehn Nachbarhäuſer. Es war ein entſetzli⸗ ches Feuer,— über dem Heiligthume des Erzſtiftes ein flammender Buſch! Ich wandelte mit dem Profeſſor Blau bis Mitternacht auf dem Platz, und Jean Baptiſt, der ſich uns zugeſellte, berichtete von andern Bränden und von 40 Menſchen, die im Hoſpital der Franziskanerkirche in den dort ausgebrochenen Flammen umgekommen ſeien. Da, mit einem Mal ſauſeten zwei bis drei Brandkugeln herüber, und knickten hinter der Schuſtergaſſe nieder. Eine Bewegung unter den Menſchen entſteht, und bald ruft es, die Jeſuitenkirche brenne. Wir eilen dahin, und betreten das Plätzchen, wo ſonſt die alte Braunſchiedel ihren Obſt⸗ körbethron aufſchlägt. Sie ſtand auch ſelbſt da, bange, glaub' ich, daß ihr Reichsgebiet zerſtört werde. Die Kirche thut ſich auf; doch Niemand wagt ſich hinein, außer ei⸗ nigen Kapuzinern, die herbeikommen, die Heiligthümer zu retten. Ein Mönch mit übergezogener Kapuze eilt heraus, tritt umherſpähend zwiſchen die Menſchen, und wie er mich erkennt, erkenne ich ihn,— Pater Garz⸗ weiler— und er übergibt mir eine Schatulle, die er unterm Arme hat,— dieſelbe, die ſchon einmal in mei⸗ ner Manſarde verwahrt ſtand. Sie war ſchwer; ich ſehe mich nach Jean Baptiſt um, der ſich vor dem Pater zu⸗ rückgezogen hat, und übergebe ſie ihm.— Es iſt das Teufelsgeld des Pfaffen! flüſtert mir der Vetter zu. Ich will's nur gleich in deine Wohnung tragen, ſonſt ſchleppt mich der Verführer noch in die gefährliche Kirche, ihm zu helfen. So eilt er fort.
Inzwiſchen war der Pater wieder in die Kirche ge⸗ Koenig, Clubiſten in Mainz. III. 19


