Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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O mein Franz Karl, kehre zurück, und ſtehe in Troſt und Hülfe für Andere der Verlaſſenen bei, die du ſo froh gemacht haſt, und die ſich faſt ſchämt, allein in dieſem unglücklichen Mainz ſo glücklich zu ſein!———

Bei Annäherung des Feindes ſind Cuſtine und Hou⸗ chard mit einem Theil der Truppen nach Landau abgezo⸗ gen, und haben die Vertheidigung der Stadt dem Gene⸗ ral d'Oyre überlaſſen. Auch der Oberkriegs⸗Commiſſar Blanchard hat ſich mit der Kriegskaſſe aus Mainz ent⸗ fernt.— Seitdem läßt ſich auch Pater Garzweiler wieder, wiewol mit Vorſicht blicken. Er trägt die Kutte eines Franziskaners, was er zuerſt geweſen ſein ſoll. Wie mir Jean Baptiſt ſagt, hat er ſchon früher, aus Miß⸗ trauen gegen die Franzoſen, all' ſeine Heimlichkeiten in der Sacriſtei der Jeſuitenkirche verſteckt, und bringt jetzt manche Nächte dort zu, vielleicht als lebendiges Geſpenſt ſeiner ſündhaften Geheimniſſe, wenn nicht aus Vorſicht, um ſeinen Nachtaufenthalt zu wechſeln.

Von den Verſchanzungen der Feinde um die Stadt, von den ſtörenden Ausfällen der Franzoſen u. dgl. ver⸗ ſtehe ich nur ſo viel, daß Jedermann in Angſt lebt; aber die zunehmende Theuerung ſchlägt ſchon mehr in mein Fach. Das Maß Milch koſtet bereits 48 Kreuzer, das Pfund Butter 3 Gulden 40 Kreuzer und die alten Hennen werden mit jedem Tage hochmüthiger, ſeitdem ſie mit 3 Gulden das Stück geſucht werden. Da freut ſich Man⸗ cher, wenigſtens im Stillen, daß ſo viel Hundert Mäuler exportirt ſind, die uns ſonſt in eine noch größere Theue⸗ rung mit hineinäßen. Und wie waren doch auch dieſe Auswanderer in Sorgen um ihr Fortkommen!—„Wie