Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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Mächte zu behaupten, hat man ſich für eine Vereinigung mit der großen Republik Frankreich erklärt, und drei Depu⸗ tirte gewählt, die das linke Rheinufer dem franzöſiſchen National⸗Convent anbieten ſollen. Ich weiß nicht, wer den Präſentir⸗Teller dazu liefert; die drei Abgeordneten aber ſind— Forſter, den du kennſt, der Kaufmann Potocki und ein Studirter, der aber jetzt in Koſtheim ein Güt⸗ chen bebaut, Namens Lux. Man hat Forſtern gewählt, angeblich um in Paris das Wort zu führen; eigentlich aber wollte man ihn gern los ſein, wie mir Blau ſagte, weil er durch ſeinen edeln Eifer für die Sache, durch ſeine Selbſtändigkeit gegen Perſonen und Parteien den Franzo⸗ ſen und Parteimännern läſtig war. Dieſe drei Abge⸗ ordnete ſind bereits nach Paris abgereiſt.——— Wir haben uns zu Blau gerettet, meine Mutter und ich, und finden unſern Schutz an ihm. Denn alle in herrſchaftlichem Dienſte geſtandenen Perſonen und ihre Fa⸗ milien ſollten bis zum 30. März ſchwören oder ſich zur Ausweiſung über den Rhein gefaßt halten. Denke dir, geliebter Franz Karl, das Entſetzen der Menſchen! Viele Einwohner, die erſt noch entſchloſſen waren, alles Unge⸗ mach der Belagerung mit ihren Mitbürgern zu tragen, verſahen ſich nun eiligſt mit dem Nothwendigſten zum Fortkommen, ſtahlen ſich ohne Päſſe über die Brücke und wanderten als Spaziergänger aus. Und nun war der Tag da. Alle ehemals Bedienſteten des Hofmarſchallam⸗ tes, alle Pedellen und Bedienten von der Regierung, dem Hof- und Stadtgericht, vom Vicariat und Domkapitel, den Stiftern und Klöſtern, alle ehemaligen Lakaien und Kammerdiener, Kutſcher, Jäger, Heiducken, Gardereiter