Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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Den 25. Februar.

Ach! welche Auftritte haben wir verlebt! Die ſämmt⸗ b lichen geiſtlichen Räthe ſind in die Wohnung des Generals Leblou vorgeladen und zum Abſchwören aufgefodert wor⸗ den. Sie haben ſich aber ſtandhaft geweigert und erklärt, ſie könnten ihrem Erzbiſchof nicht entſagen, mit dem ſie nur die Glieder eines einigen Körpers ausmachten. Wor⸗ auf ſie den Beſcheid erhielten,— die Glieder möͤchten ſich alſo nur ohne Verzug zu ihrem Haupt verfügen. Sie wurden alſo nach ihren Wohnungen gebracht, und nach⸗ dem ihr Eigenthum unter öffentliches Siegel gelegt war, insgeſammt, ohne daß ſie mit Jemandem verkehren durf⸗ ten, von der Domprobſtei aus, theils zu Wagen, theils zu Fuß, einen Trompeter voraus, und von ſchwerer Rei⸗ terei begleitet, nach der Brücke, von hier aber mit ver⸗ bundenen Augen langſam unter Angſt und Beleidigungen durch Kaſtel bis zu den preußiſchen Vorpoſten bei Hoch⸗ heim gebracht.

Ebenſo iſt es dem Handelsmann Dumont auf der großen Bleich ergangen. Während die ganze Straße zur Verhütung allenfallſigen Aufruhrs mit Soldaten beſetzt war, wurde ſein Vermögen verſiegelt, und er ſelbſt den preußiſchen Vorpoſten überliefert.

Ein neuer Befehl des Stadt⸗Commandanten verbreitet eine neue Angſt. Es ſollen nämlich auch noch alle Sei⸗ tengewehre und zwar bei Todesſtrafe abgeliefert werden. Nun haben die entflohenen Cavaliere und Beamten und manche abweſende kurfürſtliche Hofdiener ihre Galan⸗ terie⸗Degen im Verſchluß zurückgelaſſen, und die Bedienten