Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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zu der Angſt, die ſchon in der Stadt war. Alarmſchüſſe fielen in der Nacht und kündigten den drängenden Eis⸗ gang an. Trommler raſſelten durch alle Straßen, die Bürger zu wecken, die denn auch den bedrohten Bewoh⸗ nern der untern Gaſſen zu Hülfe eilten. Die Bocksbatterie ſprengte das Eis mit Kanonen. In der Unruhe, die ich jetzt immer habe, konnte ich mich nicht halten, und lief mit unſerer Magd auch hinab. Das geſtaute Waſſer drang durch die Thore ein, und da man nicht wußte, wie hoch es ſteigen würde, ſuchten die Erdgeſchößner ihre Sa⸗ chen fortzubringen. Da hab' ich recht geſehen, wie die Noth und die Tollkühnheit gern beiſammen ſind. Die Schiffsleute fuhren auf Kähnchen, ja auf Bretern das Thor aus und ein, daß man ſie jeden Augenblick fürch⸗ tete in die Flut ſtürzen zu ſehen. Dabei lamentirten die Bedrängten, und die Helfenden fluchten. Warum man nur ſo leicht in Nöthen und Aengſten flucht? Ueberhaupt, wie mir ſcheint, hört man regelmäßige Arbeiter, wie Schreiner, Schuhmacher u. dgl. nicht fluchen, aber Schiff⸗ leute, Laſtträger, Holzmacher pflegen bei ihrer zeitwei⸗ ligen Thätigkeit zu fluchen. Seltſame Redensarten und wunderliche Gedanken kriegt man dabei auch zu hören. Einem Schifferknecht, der in Gefahr ſchwebte, rief ſein Kamerad zu: Wenn dich der Teufel holt, biſt du gut verkauft. Und Jean Baptiſt, der außerordentlich thätig in der Noth war, rief einem trägen Ruderer zu: Nun du— 2 Lauerſt du auf eine Ohnmacht und kannſt nicht hinein⸗ fallen?——— Am größten war die Noth, als das Maineis quer durch den Strom beim Holzthore eindrang. Alles arbeitete; doch Einer, der am ruhigſten blieb, leiſtete

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