Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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und den öffentlichen Zuſtand von Mainz. Die letzten Wochen, die er ſeit der Kapitulation der Stadt mit den Franzoſen in ſchwankendem Mißmuthe zugebracht hatte, gingen noch einmal lebhaft an ſeiner Seele vorüber, und ein Entſchluß ward immer klarer in ſeinem Herzen, wie der Tag ſelbſt durch das in ſeinem Fenſterladen einge⸗ ſchnittene Herz ihm entgegendämmerte.

Erſt über die ſchmähliche Flucht des Adels empört, dann vom unerwarteten Falle der Feſtung niedergebeugt, endlich vom unſinnigen Treiben der Franzöſiſch⸗Geſinnten abgeſtoßen, ſah er ſich ohne Geſchäfte, ohne Theilnahme, ohne irgend ein Ziel und Vorhaben. Zu jener alten lieben Beſchäftigung mit Studien fehlte ihm jetzt die be⸗ ruhigte Stimmung; außer dem Hauſe gab es für ihn keine Geſellſchaft mehr, und ſelbſt unter ſeinem Dache ver⸗ mißte er die alte häusliche Gewohnheit des Umgangs mit Mutter und Schweſter.

Er beſuchte Beide in jeder Woche wenigſtens auf einen oder zwei Tage; aber ihre verdüſterte Unzufriedenheit mit dem gezwungenen Landaufenthalt im Winter verleidete ihm auch dieſen Verkehr. Ja, bei ſeinem jüngſten Beſuche vor etlichen Tagen hatte ihn Cäcilie auf eine räthſelhafte Weiſe geängſtigt. Er hatte ſie in vernachläſſigtem An⸗ zuge blaß und ſchwermüthig gefunden. Ein Geheimniß, vor dem ſie ſich ſelbſt zu entſetzen ſchien, wich den Fragen des Bruders aus, und er bemerkte auch nicht, wie beſtürzt und heftig ſie das Zimmer verließ, als die Baronin⸗Mut⸗ ter eine Rolle Geld aus dem Schreibtiſche nahm und ih⸗ rem Sohne für den Schiffer Jean Baptiſt zuſtellte.—

Err hat ſich ſehr viel Mühe mit unſern Sachen gemacht, A 4*