zwiſchen verändert hatte. Mein Gott! Der Kurfürſt iſt ja fort, und du meinſt die Generalin ſei noch da? Ja, er iſt fort. Die Köchin hat es zuerſt aus der Frühmeſſe mitgebracht, Hedesdorf hat es beſtätigt, und warum packte denn auch Alles auf?
Hat Ihnen die Gräfin etwas ſagen, etwas abbeſtellen laſſen, beſte Mutter?
Nein, mein Sohn!
Wie könnte ſie alſo fort ſein? Heut, wo Alles zu unſerer Vermählung vorgerichtet iſt? Nein, theuere Mutter, wir dürfen uns nicht für ſo vernachläſſigt halten, daß uns nicht einmal abgeſagt, oder mit uns berathen würde. Ich eile mich zur Trauung anzukleiden, und fahre hin. Bereiten Sie ſich mit Cäcilien abgeholt zu werden. Die Trauung iſt nun freilich, da der Kurfürſt fort iſt, nicht im Schloß. Meinethalben! Ich denke die Genera⸗ lin wird ſchon Alles anders— commandirt haben.
Die Baronin wußte nichts zu ſagen. Sie nickte nur oder ſchüttelte mit dem Kopfe, je nachdem ihr Stolz oder ihr Zweifel die augenblicklichen Gedanken beherrſchte.
Der Baron befahl dem Bedienten, der auf dem Cor⸗ ridor packte, den Wagen rüſten zu laſſen, und Gala an⸗ zulegen; dann beeilte er ſich in den neuen Vermählungs⸗ anzug zu kommen. Bald darauf fuhr der Kutſcher in Puder und Treſſenhute vor; der Baron im Hofkleide mit den goldenen Kammerherrnſchlüſſeln am Hüftenknopfe ſtieg ein, und fuhr die große Bleich hinab.
Vor dem Pavillon des Marſtalls zum goldenen Pferde, rechts und links der Hausthüre, lag und ſtand Geräth aller Art, Eigenthum der Gräfin ſowol als des


