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ſere Kanonen aus dem Zeughauſe auf die Wälle, und etliche Tauſend Bauern werden zuſammengetrieben, die an den Feſtungswällen arbeiten ſollen. Die naſſauer, fuldaer und wormſer Truppen, ein kleines buntſcheckiges, unbedeutendes Häufchen, machen unſere Beſatzung aus, neben welchen die Bürger einige Wache thun. Wir erwarten Hülfe aus Darmſtadt, woher ſie uns auch bei den früheren Handwerker⸗ und Studenten⸗Unruhen ge⸗ kommen iſt. Wir ſind auf Alles gefaßt, wer kann ſeinem Schickſal entrinnen?“ Solche Faſſung und Erwartung eines Schickſals war dem luſtigen Hofhalt in Aſchaffenburg bis jetzt noch fremd ge⸗ blieben. Die Berichte, die der Hofkanzler Albini über den Gang der Dinge dorthin gab, ſchienen in jener fröh⸗ lichen Atmoſphäre, an jenem lachenden Himmel, ihr be⸗ drohliches Gewölk zu verziehen. Der alte Herr beſaß ſo⸗ viel gutes Vertrauen auf die Zukunft, als Leichtſinn für den fröhlichen Tag. Ueberdies pflegte Albini ſeinen Für⸗ ſten, da er deſſen Geſchmack kannte, auch in wichtigen Staatsgeſchäften gern mit Scherz, Witz und Spöttereien zu bedienen. An dieſe muthwillige Einkleidung hielt ſich Friedrich Karl in ſeiner jetzigen Stimmung lieber, als an den bedenklichen Inhalt jener Amtsberichte, und vergaß am Ende Beides.
Seit acht Tagen war Baron Franz Karl aus Franken dort eingetroffen, und mußte, oft ſehr verwundert und verſtimmt, Theil an der Ausführung von Späßen nehmen, die der Kurfürſt angab, oder zu ſeiner Ueberraſchung ſich gefallen ließ. Mit vieler Mühe brachte es Franz Karl endlich dahin, daß der Tag ſeiner Vermählung, für die
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