Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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die Seite zwickte, Garzweiler lachte des guten Scheines wegen mit; dann ſprach er in vertraulichem Ton:

Du verkennſt mich, Franz Anton! Mit wem möchte ich am ehrlichſten über meine Vergangenheit plaudern und könnt' es am offenſten, als mit dir? Aber gerade für die Bekenntniſſe, die du angeregt haſt, war es die rechte Stunde nicht: jene Erinnerungen ſind zu ſtill und innig, um ſich mit den luſtigen Perlen des Weines ſchlürfen zu laſſen. Gerade von dem, was du mein Glück, meine glänzende Laufbahn nennſt, kann ich bald wie von etwas Vergangenem reden; denn ich ſtehe im Begriffe, ſie zu verlaſſen. Zu dir, zu meiner lieben Nichte, die ich— wie meine Tochter anſehe, will ich ziehen, mit euch leben und ländeln, mit euch lieben und ſtudiren, und all' die elenden Plackereien, dieſe für Weltkinder mit Goldſchaum belegten hohlen Wallnüſſe wegwerfen und verlachen. Dann, lieber, ehrlicher Freund, will ich dir an ſtillen Winter⸗ abenden mein rothes Buch aufſchlagen,— nun ja doch, ich habe eines geführt, wenn auch mehr für mich ſelbſt, als für Andere!— und da ſollſt du, wie in einem Guck⸗ kaſten, die tolle Welt und die ſündhaften Menſchen des vornehmen Lebens erblicken.

Nicht wahr, du haſt eines geführt? rief der Pfarrer aus. Ich habe mir's bei deinen mainzer Geſchichten ge⸗ dacht. Wahrlich! Du würdeſt all' den Jucks und Jam⸗ mer der Menſchen nicht ſo bis in die Faſern und Einge⸗ weide ſondirt haben, wäreſt du nicht darauf ausgegangen, Notiz davon zu nehmen und Notizen darüber zu machen. Saubere Geſchichten magſt du haben, Ignaz! Aber, apropos! Wie war's denn noch mit dem Baron Wall⸗