Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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kömmt, beſonders auch mit den alten Kurfürſten und vollends mit dem Kaiſer! Vom großen Ochſen nicht zu reden, der auf dem Römerberge gebraten wird und von dem Weinſpringbrunnen. Das gibt, wie die Mainzer ſa⸗ gen, einenAllerweltskohl!

Lachend über dieſes Wort, ſagte Garzweiler:

Nun ja, dann fehlt's auch nicht an Gemüſe, Jean Baptiſt.

An Gemüſ', Herr geiſtlicher Rath? Wie ſollt's da fehlen! Liegt denn nicht das darmſtädter Zwiebelländchen dicht vor Sachſenhauſen? Und was werden die Hanauer für gelbe Rüben zuſchleppen, viel länger und dicker als die ſteifen heſſiſchen Zöpfe! Den prächtigen Blumenkohl von Oberrad nicht zu vergeſſen.

Aber nachher, Jean Baptiſt? Sie meinen, Herr geiſtlicher Rath, wenn nach der Kronung Alles hierher nach Mainz kömmt? Ja, dann kommen wir Schiffiſchen an die Reihe. Waſſerpartien, Schifferſtechen, Waſſer⸗ feuerwerk und was alles! Ja, dann fiſchen wir!

Und dir, Jean Baptiſt, wird's nicht an Netzen und Reuſen dazu fehlen.

Nein, Herr geiſtlicher Rath, Ihnen ſei's gedankt!

Mir, Jean Baptiſt?

Ci, wie können Sie noch fragen? Verdanke ich Ih⸗ nen denn nicht mein ganzes Glück, Herr geiſtlicher Rath?

Ich bin heute zu träge, guter Junge, mich zu beſin⸗ nen. Explicire dich! Aber laß mir den Titel ,geiſtlicher Rath weg! Füttere die Fiſche damit! Nenne mich Pa⸗ ter! Pater heißt Vater, und Vater will ich heißen, Vater!

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