Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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Gräben zu Obſt⸗ und Gemüsbau wie zu andern ökono⸗ miſchen Zwecken benutzt. Vortheil und Bequemlichkeit hatten vielleicht an Mauer⸗ und Bohlenwerk Manches weg⸗ geräumt, was ſelbſt die Zeit geſchont hatte. Nun von allen Seiten angegangen, mußte der Kurfürſt etwas thun, und hatte den Ingenieur⸗Major Eickemeyer durch den Kommandanten von Gymnich mit Entwerfung eines Plans und Koſtenanſchlags beauftragen laſſen. Dieſe Arbeit lag eben vor. Sie war nicht etwa mangelhaft und tadelns⸗ werth, ſondern im Gegentheil nur zu gründlich und umfaſſend ausgefallen, ſo daß ſie den Kurfürſten mit dem Aufwand ängſtigte, der zu einer zweckmäßigen Herſtellung der Werke gegen kriegeriſche Verhängniſſe unvermeidlich erſchien. Um die Sache los zu werden, hatte der Fürſt die Arbeit ſeines Offiziers zweien franzöſiſchen Ingenieuren des Prinzen von Conde zur Prüfung mitgetheilt. Er hoffte im Stillen, dieſe eingebildeten Herren würden das Project verwerfen; ſie gaben es aber mit Beifall und Lob zurück; wodurch nun der Gegenſtand deſto dringender, aber für den alten Herrn auch um ſo ärgerlicher gewor⸗ den war. Er wußte im Augenblicke nicht, wie ſich die Sache ſchicklich beſeitigen ließe, und begnügte ſich fürerſt, ſie zu verplaudern.

Ein ſehr geſchickter Mann, der Eickemeyer! ſagte er. Er iſt nur bürgerlich, aber ich habe ihn um ſeiner Thä⸗ tigkeit willen zum Major befördert. Er ſollte in Dien⸗ ſten einer größern Macht ſein: uns fehlen die Mittel, ſeine Talente vollauf zu beſchäftigen. Solche Leute kön⸗ nen einem Fürſten gerade durch ihre große Brauchbarkeit zur Laſt werden. Es iſt immer fatal, wenn der Diener