Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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achtung nicht immer verbergen; während ſie bei perſön⸗ licher Zuneigung für den ſchönen Mann gern eine gewin⸗ nende Vertraulichkeit anſtimmte. Der Pater ſchien nur an dem äußern Einverſtändniß für Hofangelegenheiten feſt⸗ zuhalten, an welche die Gräfin gern auch eine Herzens⸗ Intrigue angeknüpft hätte.

Alſo erſt ſeit heute iſt das mit dem Mädchen, lieber Freund? fragte ſie leiſe, indem ſie ſich halb liegend in dem Sopha ſtreckte.

Seit vorhin, Eure Gnaden! war die Antwort. Der Himmel fügte es unterwegs, als ich den Baron begleitete, und ließ es mir im rechten Augenblicke nicht an der rechten Erleuchtung fehlen. Ich habe die Phantaſie des Jünglings auf meine Weiſe in Flamme geſetzt; ſie wird ſeinem poeti⸗ ſchen Herzen zu ſchaffen machen, und ich werde dann für ſeine dichteriſchen Verſuche die kurzen und langen Füße vorſchreiben müſſen.

Aber ein Bürgermädchen, lieber Pater, und der adelſtolze Baron Franz Karl?

Adelſtolz, meine Gnädige? verſetzte der Geiſtliche lächelnd und über das Stengelglas gebückt, deſſen edeln Inhalt er abwechſelnd beroch und ſchlürfte. Adelſtolz in dem vollen mainzer Gewichte möchte ich den Baron nicht nennen. Sie wiſſen, er hat ſchon vom Vater her einige herab⸗ laſſende Gewohnheiten. Der alte Vicedom ſchmeckte ziem⸗ lich ſtark nach der Zeit des geliebten Kurfürſten Emmerich Joſeph, des bürgerfreundlichen Herrn, der den Handwer⸗ kerfamilien Sonntags den Favoritgarten öffnete und ihren mitgebrachten Wein verſuchte. Auch hat der junge Baron in Göttingen commercirt. Doch iſt er allerdings nicht