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den Gebieten aller Rheinbundsfürſten; dieſe ſelbſt werden das erſte Opfer ſein.“ Doch die beſſern Einſichten Jeröme's verbeſſerten auf die Dauer nichts an dem Carneval ſeiner Regierung, und gerade gegen die Zeit hin, die er vorausſagte, ſchilderte ein Augenzeuge in ſeinem ſchlagenden Franzöſiſch die weſt⸗ fäliſche Wirthſchaft mit den Worten: „Les contribuables ne pavent pas, les militaires se rebutent, e Roi s'amuse,— la boutique va à
les fonctionnaires
se relàâchent, les ministres
s'endorment, 1 tous les diables.“
(„Die Steuerbaren zahlen nicht, die Beamten er— ſchlaffen, das Militär verliert den Muth, die Miniſter
ſchlummern ein, der König vergnügt ſich,— die ganze
Wirthſchaft geht zum Teufel!“)
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Inzwiſchen war endlich auch ein lange erwartetes Schrei⸗ ben von Ludwig eingelaufen oder vielmehr eingeſchlichen. Die Kürze deſſelben und die auffallend unſichere Hand⸗ ſchrift erſchreckten Lina, noch ehe ſie nur den Inhalt kannte.
Ludwig ſchrieb:
„Ich bin hier in Prag nach mancher Gefahr, Müh⸗ ſeligkeit und Angſt leidlich wohl angekommen. In Fulda traf ich Herrn von Dörnberg; wir reiſten nach den Um⸗ ſtänden bald zuſammen, bald Rothen Hauſe eingekehrt. Der Erſte, der mir auf der Treppe begegnete, war unſer Kapellmeiſter Reichardt, im
Begriff, zu ſeiner Rückkehr nach Halle einen Platz auf der Poſt zu beſtellen. Er will nun meinethalben noch ein 26
Koenig, Jeroͤme's Carneval. III.
getrennt, und ſind hier im


