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ſie nicht dazu kommen, eine neue Magd mit einem neuen Haushalt in guten Schick und Gang zu bringen, und zu überwachen. Außerdem war es ihr ein Bedürfniß, ſich hinter ihren Viſtten her auszuſprechen; wozu ſie außer der Mutter auch Hermann bei Tiſche fand. Wirklich kam ſie nicht wie Ludwig erſchöpft, ſondern ſehr aufgeregt aus den verſchiedenen, zum Theil vornehmen Häuſern, wo nur immer der junge, aufſtrebende Beamte es aus dienſtlichen oder geſellſchaftlichen Rückſichten für anſtändig hielt, ſeine junge Frau vorzuſtellen.
Seinen Miniſter hatte er nicht übergehen dürfen. Herr von Simeon machte mit Frau und Stieftochter ein offenes Haus. Jeden Freitag war Aſſemblee im Juſtizpalaſte. Die Miniſterin hatte aber der jungen Frau nicht gefallen.
Es liegt mir etwas Unheimliches in ihren Blicken und in ihrer ganzen Freundlichkeit, ſagte Lina. Und ihre Tochter hat etwas gar Pretiöſes bei ihrem kränklichen Ausſehen.
Es iſt mir lieb, Linchen, daß du dich dort ſo wenig angeſprochen findeſt, verſetzte Ludwig. Ich denke auch, wir machen keinen Gehrauch von der Einladung zu ihren Aſſembleen. Ich werde mich beim Miniſter entſchuldigen.
Soviel verſchiedene Menſchen und Manieren raſch hin⸗ ter einander aufzunehmen, war der bürgerlichen Tochter etwas Ungewohntes. Dazu kam, daß ſie des Franzöſi⸗ ſchen nicht ſo mächtig war, als es die Zuthätigkeit er⸗ fodert hätte, mit der Herren und Damen die ſchöne Frau behandelten, jene, um ihr zu gefallen, dieſe, um ſie ſich wo möglich misfallen zu laſſen.
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