Teil eines Werkes 
Bd. 2König Jerôme's Carneval : geschichtlicher Roman ; in drei Theilen : Th. 1 (1855)
Entstehung
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In dieſer befangenen Stimmung war er, den däm⸗ ſich merigen Corridor betretend, nicht achtſam genug, um vor. und der Stubenthür der Kammerjungfer einen Mann zu be⸗ lich

merken, der in zärtlichem Abſchied begriffen, jetzt raſch in die Stube zurückſchlüpfte, aus der er gekommen war.

Die geſchminkte Franzöſin aber trat heraus, die Thür ger

halb zuziehend, um den Vorübergehenden mit einem lau⸗ feie

ten, etwas boshaften Bon soir, Monsieur le Docteur!

zu begrüßen. den Hermann dankte und wollte vorüberſchreiten, ſie hielt

ihn aber— ohne Zweifel dem Verſteckten zu Gehör— Fin

mit der Frage an, ob Mademoiſelle Adele Le Camus wol noch bei der Gräfin verweilen werde, oder ob ſie den Bedienten rufen ſollte, ſie nach Hauſe zu begleiten. p an Hermann, ſeitdem er bei ſeinem erſten Anmelden von Sie der coquetten Perſon abgewieſen worden, hatte wie da⸗ mals den ſtudentiſchen Tik nicht laſſen können, ihr zu⸗ weilen eine freundliche Unart zu ſagen. Dies war ſchon einige mal geſchehen, ſo oft ſie es mit ihrem pretiöſen Weſen im unrechten Augenblicke bei ihm getroffen. Dies war eben wieder der Fall. Er blieb ſtehen, betrachtete ſie lächelnd und ſagte: Ha, Mademoiſelle, Sie machen Toilette? Ein Wohl⸗ geruch dringt aus Ihrem Boudoir. Die Nachtviolen duf⸗ ten zu Ihrer Abendröthe. V Und indem ihm jener Ausdruck im Briefe der Mutter. Lina's einfiel, ſetzte er hinzu: Welche Eſſenzen lieben Sie, Mademoiſelle? Eau de bpougre? W Hinter dieſen Worten her kam es ihm vor, als rege

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