Teil eines Werkes 
Bd. 2König Jerôme's Carneval : geschichtlicher Roman ; in drei Theilen : Th. 1 (1855)
Entstehung
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Nun Sie aber nichts mehr genießen und Ihre Taſſe umgeſtürzt haben, Herr Oberſtlieutenant— wollen Sie nicht Ihr Pfeifchen rauchen?

Ei, wenn ich vor einer ſo ſchönen Lady rauchen darf, erwiderte er mit Verneigung, ſo muß ich auch mein Ehren⸗ pfeifchen holen.

Er eilte nach dem Schlafzimmer, wo ſeine Reiſetaſche lag, und kam mit einer hübſchen und ſeltenen kleinen Pfeife zurück, die unſern Hermann an ein bekanntes, in Muſtk geſetztes Gedicht erinnerte. Heiter aufgelegt, wie er war, klopfte er, theatraliſch oder ſtudentiſch vortretend, den alten Soldaten, wie er eben die Pfeife anrauchte, auf die Schulter und ſang ihn mit den Worten an:

Gott grüß' Euch, Alter, ſchmeckt das Pfeifchen Aus Euerm Türkenkopf

Von rothem Thon mit goldnen Streifchen? Was wollt' Ihr für den Kopf?

Emmerich, der als Jäger und Soldat alle gangbaren, ältern und neuern Lieder und Singweiſen im Kopf hatte, ſtand mit angenommener Miene der Ehrerbietung auf, in⸗ dem er, die flache Hand an die unbedeckte Stirne gelegt, ſalutirte, und ſang mit ſeiner tiefen, noch recht klang⸗ vollen Stimme, aber nicht ohne affectirte Manier, die Antwort:

Ach, Herr, den Kopf kann ich nicht laſſen, Er kommt vom beſten Mann,

Der ihn, Gott weiß es, welchem Baſſen Bei Belgrad abgewann.

Die übrige Erzählung von der poetiſchen Pfeife paßt nicht recht zu meiner Geſchichte, fuhr er dann, indem er

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