Teil eines Werkes 
Bd. 2König Jerôme's Carneval : geschichtlicher Roman ; in drei Theilen : Th. 1 (1855)
Entstehung
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das Gebirge heraufgeſtiegen war. Er hatte den lieben Freunden ſo Vieles mitzutheilen; ſie hatten ihn ſo ver⸗ wirrt, ſo ängſtlich über ſeine Verwickelung mit Bercagny geſehen, und er war inzwiſchen ſo ſieghaft und doch auf ſeinem eigenen Weg daraus hervorgegangen, daß er kaum die Stunde erwarten konnte, wo er es nur einigermaßen mit der Schicklichkeit verträglich fand, ſie zu beſuchen.

Die Zimmer ſtanden offen, als er leiſe die Treppe hinaufging, und der Geruch der neuen Möbel und Ein⸗ richtung ließ ſich ſelbſt vom Duft des Kaffees nicht ganz unterdrücken. Er hörte aus der lebhaften Unterhaltung eine fremde Stimme, eine tiefe männliche, deren Wohl⸗ klang ihm doch nicht angenehm war, vielleicht nur weil ſie ſeine gemüthliche Erwartung einſchüchterte und einem Menſchen angehören konnte, gegen den er mit ſeinen Mit⸗ theilungen zurückhalten müſſe.

Wirklich fand er Drei beim Frühſtück, und der Dritte war zu ſeiner Ueberraſchung jener ältere Mann, halb Militär, halb Jäger, auf den er ſelbſt die Freunde an jenem ländlichen Morgen zuerſt aufmerkſam gemacht hatte.

Mit fröhlichem Gruß eilte ihm Lina entgegen, und Ludwig, indem er ihn mit freundlichem Händedruck be⸗ willkommte, ſtellte ihn dem— Herrn Oberſtlieutenant Emmerich vor. Hermann mußte ſich zum Mitfrühſtücken ſetzen, und als ihn Lina bediente, ſagte ſie lachend:

Iſt es nicht ſonderbar, lieber Ludwig, daß Hermann, der uns den damals räthſelhaften Frühſtücksmann zuerſt

. gezeigt hat, nun auch den Herrn Oberſtlieutenant zum

erſten mal wieder beim Frühſtück antrifft? Wass? fiel der alte Soldat lachend ein. Alſo von

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